Hedwig Neuberger

Hedwig Neuberger wurde am 14. März 1895 als Tochter des Gerichtsassessors Louis Levison und seiner Frau Emmy, geb. Haas, in Neuwied geboren. Die Familie wohnte in Neuwied, Bahnhofstraße 20, in Mellrichstadt, Ansbach und Frankfurt/M.

Sie war verheiratet mit Fritz Neuberger (1877-1943?) aus Alzey, der im Oktober 1941 nach Lodz und im Juli 1943 nach Lublin deportiert wurde. Das Ehepaar hatte einen Sohn, Johann Ludwig, gen. Hans, der in Frankfurt/M., Wöhlerstraße 4a, zur Welt kam. Dort betrieb der Vater von Fritz, Ludwig Neuberger, eine "Agentur in Manufakturwaren".  1894 kaufte der Vater das 3stöckige Mietshaus Wiesenau 49. 1902 gründete er eine eigene Firma, L. Neuberger & Co, die Fritz und sein Bruder Otto 1911 übernahmen. 1925 wurde Fritz Neuberger Alleininhaber. Der Sohn Hans besuchte von 1928 bis 1932 die Varrentrapp Schule und danach bis 1935 das Wöhler-Real-Gymnasium, das er wegen der antijüdischen Gesetzgebung verlassen musste. Im Mai 1939 flüchtete er nach England und im April 1940 in die USA.

Im Oktober 1941 wurde Hedwig Neuberger – ebenso wie ihr Ehemann – zuerst nach Lodz/Litzmannstadt und im Jahr 1943 nach Lublin deportiert. Über das weitere Schicksal des Ehepaares ist nichts bekannt; sie wurden für tot erklärt.

 


Quellen:

Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945),
http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html

Geburt: StA Neuwied (noch nicht freigegeben)

Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main, 16.Dokumentation 2018, S. 83 f.

RA M.H. Stötzel, Marburg

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