Stolpersteine für NS-Opfer: Ziel und Absicht

Im Jahre 2003 beschloss der Vorstand des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V. (DIF) aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens und auf Anregung von Charlotte Fichtl-Hilgers, sich an dem Projekt „STOLPERSTEINE“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig (www.stolpersteine.com) zu beteiligen.

Stolpersteinbild
Foto: C. Welter

Was sind Stolpersteine?

Das Ziel dieses deutschland- und europaweit verbreiteten Projektes ist es, für jedes einzelne Nazi-Opfer – und nicht nur für jüdische Opfer – kleine, fast unscheinbare Steinquader (10 x 10 cm) in den Bürgersteig vor ihren früheren Häusern und Wohnungen zu verlegen. Auf einer Messingplatte sind die Daten jedes einzelnen Opfers eingestanzt. Diesen soll durch die Verlegung der „Stolpersteine“ ihr Name und – soweit eruierbar – ihr individuelles Schicksal zurückgegeben werden, das gemeinhin hinter großen Zahlen der Anonymität und dem Vergessen preisgegeben wurde.

Über Geschichte "stolpern"...

Anfang des Jahres 2004 wurden die ersten Steine in Neuwied verlegt. Über Geschichte "stolpern" ist für den aufmerksamen Beobachter im übertragenen Sinne an den inzwischen fast 300 im Stadtgebiet verlegten Stolpersteinen möglich. Sie fordern zum Nachdenken und Erinnern an die Biographien der Deportierten auf, denen es verwehrt blieb, selbst auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen.

Mahnung für Gegenwart und Zukunft

In diesem Projekt möchten wir nicht nur die Opfer und ihre Familien dem Vergessen entreißen, sondern eine Mahnung für die Gegenwart und die Zukunft aussprechen, ähnliche oder andere Unmenschlichkeiten zu verhindern, den Anfängen mutig entgegenzutreten. Außerdem wollen wir einen authentischen Beitrag zur Stadtgeschichte Neuwieds leisten.

In diesem Zusammenhang sei festgehalten, dass der ehemalige Oberbürgermeister Nikolaus Roth in einem Brief vom 24. April 2017 das Stolperstein-Projekt als Privatsache bezeichnete, mit dem die Stadt Neuwied nichts zu tun habe.

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